Save The World With Feminism: Gerechtigkeit
Anders, als manche, zumeist bereits etwas in die Jahre gekommenen Männer vermuten, ist Sorgearbeit nicht bloßer Liebesdienst, sondern ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. In ihrer Publikation „Die gerechte Mobilitätswende ist feministisch“ zeigt die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung beispielsweise auf, dass Frauen zehn Prozent mehr Wege für Sorgearbeit zurücklegen als Männer. Damit die Sorgenden dieser für die Gesellschaft unermesslich wichtigen Arbeit nachkommen können, brauchen sie auch ein entsprechendes Mobilitätsangebot. Eine feministische Mobilitätswende geht über ein Gender-Mainstreaming der Verkehrsplanung hinaus, indem sie die zugrunde liegenden strukturellen Ungleichheiten aufdeckt. Ein Beispiel hierfür ist die ungleiche Verteilung und Wertschätzung von Sorgearbeit, die zu einer Benachteiligung der Personengruppen führt, die diese Arbeit verrichten.
