Westbahn fährt mit chinesischen Zügen ab: Schiene

Die größtenteils private Westbahn GmbH fuhr lange Zeit rote Zahlen ein. Erst das durch Steuergeld gestützte Klimaticket brachte den wirtschaftlichen Umschwung und satte Gewinne. Nun expandiert das Unternehmen und verwendet dafür Züge vom weltgrößten Produzenten, der chinesischen CRRC. Die europäische Zulassung dieser Züge stellt allerdings einen Dammbruch dar. Die heimische Bahnindustrie galt bislang als Zukunftsbranche mit hoher technologischer Kompetenz und großem Potenzial. Diese Qualitäten sind aufgrund der neuen Konkurrenz jetzt in Gefahr – und damit auch viele Arbeitsplätze. Zudem besteht das Risiko, dass solche Hightech-Züge von außerhalb per eingebautem „Kill-Switch“ abgeschaltet werden können. Verkehrsminister Peter Hanke will nun bei der europäischen Zulassung und dem Vergaberecht nachschärfen: „Wenn wir Billigimporte zulassen, während chinesische Staatskonzerne mit massiven Subventionen den Markt verzerren, gefährden wir unseren Industriestandort und machen unsere kritische Infrastruktur zunehmend abhängiger von Drittstaaten.“