Doch kein Betriebsrat für Tesla? : Gewerkschaften
Bei den Betriebsratswahlen in Deutschland musste die IG Metall ausgerechnet beim symbolträchtigen Tesla-Werk in Grünheide (Brandenburg) eine Niederlage einstecken. Mit über 11.000 Beschäftigten ist die „Gigafactory“ der einzige Produktionsstandort von Tesla in der EU. Seit der Eröffnung machte Tesla durch autoritäres Management und die Bekämpfung gewerkschaftlichen Engagements negative Schlagzeilen. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte die IG Metall im Jahr 2024 einen Betriebsrat gründen und erhielt aus dem Stand 40 Prozent der Stimmen. Bei den Wahlen in diesem Frühjahr war das Ziel klar: die Mehrheit und damit den Vorsitz zu gewinnen. Doch Drohungen von Management und von Elon Musk persönlich sowie eine antigewerkschaftliche Kampagne führten zur Niederlage – erneut errang die unternehmensnahe Liste die Mehrheit. Da der Verdacht unzulässiger Wahlbeeinflussung im Raum steht, ficht die IG Metall die Wahl nun an. Ein Gericht entscheidet jetzt, ob neu gewählt werden muss.
